Reinigung und Neuansatz

Der vorrausschauende Einsatz von Instandhaltungsmaßnahmen vor Eintritt einer Störung oder eines Schadens bewahrt Sie vor unnötigen Standzeiten und Ausfällen. Die genaue Bestimmung des richtigen Zeitpunktes ist allerdings schwierig und teilweise kostspielig. Auch die üblichen Wartungs- und Inspektionsintervalle helfen hier nur bedingt weiter.

Im Rahmen unserer Dienstleistungen zum Fluid Management erfassen und melden wir nicht nur Probleme mit Ihren Schmierstoffen. Sobald unseren Fachleuten an Ihren Maschinen und Anlagen etwas nennenswertes auffällt, finden Sie es in unseren Kundenreportings wieder. Somit können Sie frühzeitig handeln.

Der Einsatz dedizierter Messtechnik, beispielsweise Ultraschalltechnik zur Prüfung von Lagern, vereinfacht die vorbeugende Instandhaltung erheblich. Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung in der produzierenden Industrie können wir Sie auch hier zur richtigen Vorgehensweise beraten. Sprechen Sie uns an.

Maschinenreinigung

In Industrieunternehmen fallen laufend Verunreinigungen an Ihren Maschinen und Anlagen an. Dies betrifft in der Regel vor allem Verunreinigungen durch Späne, Öle, Fette und weitere produktionsbedingte Rückstände. Werden Anlagen und Maschinen nicht regelmäßig gereinigt, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die technischen Leistungswerte Ihrer Maschinen aber auch Ihrer Schmierstoffe haben.

Unsere Fachleute erarbeiten mit Ihnen gerne einen individuellen Plan zur Maschinenreinigung um die Produktivität Ihrer Investitionsgüter zu gewährleisten. Auch im Rahmen unseres Fluid Managements führen wir turnusmäßig Reinigungen durch. Außerplanmäßig sind komplette Reinigungen mit Nieder-, Hochdruck oder anderen Technologien beispielsweise bei Stillegung oder Neubefüllung empfehlenswert. Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich.

Keimzahlentwicklung nach Zugabe von Systemreiniger

Bei starkem Bakterienbefall befinden sich 107 bis 108 Keime pro Milliliter im Kühlschmierstoff. Wenn ein System mit einem Fassungsvermögen von 1m3 mit keimfreiem Leitungswasser neu befüllt wird und 0,1 Liter der alten Emulsion im System verbleiben, bleibt eine Startbelastung von 1000 Keimen pro Milliliter.


Um dem entgegenzuwirken, sollte man die vorhandenen Keime vorab mit einem Systemreiniger bekämpfen und einen Spülvorgang durchführen, damit sich die Widerstandsfähigkeit verlängert und somit die Standzeiten der Maschinen steigen.

Kühlschmierstoffwechsel

In 5 Schritten zum effektiven KSS-Wechsel

1. Systemreiniger

Um Keime und Bakterien abzutöten, der Alt-Emulsion 8 bis 24 h vor dem KSS-Wechsel nach und nach einen Systemreiniger (Anteil ca. 2 %) hinzufügen.

2. Entleerung

Nach ausreichender Wirkungsdauer des Systemreinigers die Alt-Emulsion absaugen.

3. Reinigung

Gereinigt wird je nach Maschine mechanisch, manuell (Putzlappen) oder mithilfe von Hochdruckreinigern. Auch Reinigungsrückstände müssen entfernt werden.

4. Spülen

Entscheidend beim KSS-Wechsel ist der Spülvorgang. Die frische Spülemulsion (ca. 2 bis 2,5 %ig) verfügt über guten Korrosionsschutz und löst stärkste Verschmutzungen und Ablagerungen. Die Länge des Spülvorgangs variiert je nach Maschine. Je sorgfältiger die Spülung, desto kraftvoller die Frisch-Emulsion.

5. Auffüllung

Mithilfe eines Mischgeräts kann die Maschine nun mit Frisch-Emulsion gefüllt werden.